Ich dachte es bleibt mir erspart…

Ich dachte, dass es mir erspart bleibt, aber dann passiert es doch. Ich möchte die Sitzordnung verändern. Dazu nehmen alle Schüler ihre Sachen und stellen sich an die Wand, während ich die Tische verschiebe und dann den Kindern ihre neuen Sitzplätze zuweise. Darüber habe ich mehrere Wochen nachgedacht und traue mich nun tatsächlich an Gruppentische, obwohl ich kein Fan davon bin. In der Hoffnung positiv überrascht zu werden, dadurch die sozialen Kompetenzen zu fördern und neue Unterrichtsmethoden auszuprobieren, versuche ich es aber trotzdem.

Als ich die neuen Sitzplätze einteile steht plötzlich Angelina, ein unsicheres, ruhiges, russisches Mädchen heulend vor mir und stottert: „Herr Pla, pla, pla… net.“ Als ich die riesige Pfütze unter ihr sehe, ist mir alles klar und sie muss nicht weitersprechen. Zum Glück bekommen es die anderen Kinder nicht mit und es folgt die Hofpause, in der ich schnell die Mutter anrufe. Sie bringt ihrem Kind frische Sachen mit und nach der Pause ist wieder alles gut. Und wer die Pfütze aufgewischt hat, darauf gehe ich nun nicht weiter ein.

PS: Die Kloampel war übrigens auf grün…


4 Gedanken zu “Ich dachte es bleibt mir erspart…

    1. Oh das kenne ich. Da hat man jahrelang was davon, wenn einem Schüler schlecht war. Auch verschüttete Schulmilch ist auf Teppich kein olfaktorisches Vergnügen…

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